Unsere Tips für den Mai:


Bei Buxbäumen sollte auf weiße wollige Gespinste geachtet werden, hierbei handelt es sich um einen Befall durch den `Buchsbaumfloh` der die Pflanzen stark schädigen kann.  Eine rechtzeitige Spritzung mit systemischen Insektiziden, z.B. auf der Basis von Dimethoaten, kann schlimmeres verhindern. Eine ein- bis evtl. zweimalige Spritzung ist in der Regel ausreichend.


Blattschäden an immergrünen Pflanzen (Bux, Photinia, Kirschlorbeer, Skimmia, Rhododendron, Pieris usw.) in Form von Verbräunungen sind fast immer auf ein Nichtgießen im Winter zurückzuführen wie die letzten Anfragen fast immer belegt haben. Also keine Sorge, abwarten ob und wenn wann die Pflanzen wieder Treiben.


An Euonymuspflanzen sind schon wieder die ersten Raupen der `Gespinstmotten` erkennbar welche in wenigen Wochen die gesamten Büsche eingesponnen haben erkennbar. Eine sofortige Behandlung mit systemischen Kontaktinsektiziden setzt den noch jungen Raupen ausreichend zu um das jährliche Phänomen zu verhindern.

Einer der `moderner` Schädling, inzwischen wohl an allen Gartenpflanzen, rückt der Dickmaulrüssler immer mehr in den Vordergrund. Der Käfer, welcher vorwiegend optische Blattschäden durch seinen Buchtungsfraß hervorruft ist leider nur schwer bekämpfbar. Hingegen seine Larven, welche mit einem selten endenden Hunger Wurzeln fressen jetzt nach den gestiegenen Nachttemperaturen leicht mit Parasiten (spezifisch nur Dickmaulrüßlerlarven befallende Fadenwürmer) bekämpft werden können um den Vermehrungszyklus zu unterbrechen. Leichte Ausbringung, nachhaltiger Erfolg und ungefährliche Anwendung sind die Vorteile (Sprechen Sie mit Ihrem Gärtner und vor allem mit Ihrem Nachbarn).

Die Miniermotten fliegen wieder. Sowohl an Thujen, Wacholdern und auch Margeriten treten jetzt vermehrt verschiedene Arten von Miniermotten auf. Alle können gleichermaßen durch Insektizide gegen beißende und saugende Insekten bekämpft werden um Triebverbräunungen bei den Winterharten oder den bekannten Fraßgängen im Laub der Margeriten vorzubeugen.

Gegen Maden in Äpfeln und Pflaumen sollten jetzt Peromonfallen aufgehängt werden.

Auch die Rhododendronzikaden werden jetzt aktiv und sind im jungen Stadium leicht bekämpfbar. Nicht erst warten bis die übertragene Knospenbräune im nächsten Jahr für taube Knospen sorgt. Auch hier ist zu diesem Zeitpunkt eine Bekämpfung mit einem Insektizid gegen beißende und saugende Insekten leicht machbar und sichert die nächste Blüte.

Vorsicht auch falls die Witterung weiter bewölkt und feucht bleibt, auf ersten Mehltaubefall von Weinreben sollte schleunigst geachtet werden ehe die folgende Ernte ausfällt.

Mit einem kämpferischen Gruß und der Hoffnung das auch irgendwann das Wetter wieder normal wird.
Ihr Schädlingsberater.